Informationen über den gesunden Bertram

Studien & Erkenntnisse über Bertram *

Bertram bzw. die Bertramwurzel zählt zu den alten Heilpflanzen. Gut dokumentierte Informationen, die den heutigen Ansprüchen an ein Heilmittel standhalten, gibt es noch längst nicht zu allen alten Heilpflanzen. Obwohl man gerade in der westlichen Welt auf wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Wirksamkeit der Naturheilkunde setzt. Studien sind das Mittel der Wahl, wenn es um die Anerkennung und offizielle Zulassung einer Pflanze oder eines pflanzlichen Wirkstoffs als Phytotherapeutikum geht. Wirksamkeit und eventuelle Nebenwirkungen, Dosis und Darreichungsform - alles muss in klinischen Studien und durch ärztliches Erfahrungswissen belegt werden. Schließlich muss ein geeigneter Herstellungsprozess gefunden werden, um einen standardisierten Wirkstoffgehalt sicher zu stellen.
Damit eine Pflanze in den Genuss eines solch aufwendigen Verfahrens kommt, müssen genügend Anhaltspunkte für eine mögliche Wirksamkeit vorliegen. Im Falle der Gewürzpflanze Bertram ist das aufgrund seiner interessanten Inhaltsstoffe zum Glück der Fall, und es gibt mittlerweile eine Reihe von vielversprechenden Studien, die einen durchaus sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit nahe legen. Werfen wir einen Blick auf einige dieser Studien:

Bertram und die Liebe

In der Ayurvedischen Medizin gilt Bertram - hier auch als "Akarkara" bekannt - als Aphrodisiakum - also libidosteigernd. Es wundert also nicht, dass gerade in Indien entsprechende Studien angestrengt wurden. Es konnte in Tierversuchen tatsächlich belegt werden, dass nach Verabreichung der Wurzel eine deutliche sexuelle Stimulation feststellbar war. (1) Die Testosteronproduktion wurde angeregt, wofür das Hauptalkaloid der Bertramwurzel, und damit ein pharmakologisch stark wirksamer Inhaltsstoff, verantwortlich gemacht wird. Und nicht nur das: Auch die Anzahl der Spermien stieg an. Da durch Bertram auch die Blutzufuhr in die Genitalien verstärkt wird, kann es auch als stärkendes Mittel bei erektiler Dysfunktion (Impotenz) und Libidoverlust eingesetzt werden. Insbesondere Männer könnten hier also profitieren. Eine Kombination von Bertram mit anderen luststeigernden Kräutern wird an anderer Stelle empfohlen.


Bertram gegen Malaria

Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch Mücken (Anophelesmücke) übertragen wird und vor allem in tropischen und subtropischen Ländern auftritt. In mehr als hundert Ländern tritt sie endemisch, also gehäuft, auf. Der Nachweis von Malariaerregern ist in Deutschland nichtnamentlich meldepflichtig nach Infektionsschutzgesetz (IfSG). Malaria (auch: Wechselfieber, Sumpffieber) gilt nach wie vor als eine der häufigsten Krankheiten der Welt. Mindestens einmal in jeder Minute stirbt ein Kind daran.

Dr. Louis Van Hecken, ein belgischer Arzt, stieß auf die entzündungshemmenden, blutreinigenden und antiparasitären Eigenschaften der Bertramwurzel und speziell des darin enthaltenen Pellitorin. Er setzte Bertram präventiv bei zwei befreundeten Familien in Sambia ein. Alle Personen blieben malariafrei, und Van Hecken weitete seine "Versuche" aus. Schließlich rief er im Jahr 2004 gemeinsam mit zwei Mitstreitern ein Projekt ins Leben, das 2005 offiziell mit dem großflächigen Anbau und der Verteilung von Bertram begann. Laut Van Hecken, der die Wirkung wissenschaftlich untersucht, konnten bisher mehrere Tausend Menschen durch die Einnahme von Bertram erfolgreich vor Malaria geschützt werden. (2) Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft warnt jedoch vor einer homöopathischen Malariaprophylaxe. Es heißt: "Wer sich ausschließlich auf ein homöopathisches Arzneimittel bei der Malariaprophylaxe verlässt, begibt sich in Gefahr. Darum haben Ärzte und Apotheker, die Patienten zu einer rein homöopathischen Malariaprophylaxe raten, mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen." Heilpflanzen werden bestenfalls begleitend zur Schulmedizin empfohlen.

Bertram und die Krankheitsabwehr

Wissenschaftlich bewiesen wurde der positive Effekt der Bertramwurzel auf das so genannte "retikuloendotheliale System" (RES) (3). Dabei handelt es sich um einen bestimmten Teil des Immunsystems, das der Krankheitsabwehr dient. Die Zellen des RES werden durch die Einnahme von Bertram stimuliert. Damit scheint die immunstimulierende Wirkung von Anacyclus Pyrethrum insgesamt bestätigt. Als allgemeines Kräftigungsmittel und zur Stärkung der Gesamtkonstitution kann Bertram also durchaus dienlich sein.

Antidiabetische Effekte von Bertram

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine ernährungsmitbedingte Erkrankung, die immer mehr zunimmt. Bei dieser chronischen Stoffwechselkrankheit wirkt das körpereigene Insulin zunächst immer schlechter und schließlich fast gar nicht mehr. Die Folge sind ein erhöhter Blutzucker und die Gefahr von Langzeitschäden.
Mit den möglichen positiven Wirkungen der Bertramwurzel auf Diabetes mellitus Typ 2 befassen sich gleich mehrere Studien (4, 5). Auch hier ist die Ayurvedische Heilkunde wieder Vorreiter, denn schon lange wird Anacyclus Pyrethrum hier und in der weltweiten Volksheilkunde gegen Diabetes Typ 2 eingesetzt. Leider wurden die Ergebnisse nicht dokumentiert. Die aufgeführten Studien wurden in vitro bzw. an Ratten durchgeführt. Sie kommen beide zu dem Schluss, dass Bertram einen wertvollen Beitrag leisten kann, da bestimmte Enzyme, die zur Kohlenhydratverdauung benötigt werden, gehemmt werden. Dadurch wird die Glucoseabsorptionsrate (Geschwindigkeit, mit der Zucker ins Blut fließt) gesenkt und die Insulinausschüttung beeinflusst.

Krämpfe und Stress durch Bertram lindern

Eine indische Studie untersucht die Wirkung von Bertram bei "Krampfanfällen, oxidativem Stress und kognitiven Beeinträchtigungen" bei Versuchstieren (Ratten) (6). Auch bei dieser Studie handelt es sich also leider nicht um eine Humanstudie. In der Tat konnte in den Tierversuchen eine dosisabhängige schützende Wirkung nachgewiesen werden. Bereits in der russischen Volksmedizin wie auch im Ayurveda gilt Bertram seit je her als Nerventonikum. Dem in der Wurzel enthaltenen Anacyclin werden krampflösende, antiepileptische und Anti-Tremor-Eigenschaften zugeschrieben.

Weitere Studien

Viele weitere Studien beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Bertram auf Alzheimer und Demenz, auf rheumatische Erkrankungen, Epilepsie und andere Krankheiten. Eine ganz aktuelle Übersichtsstudie beleuchtet die zahlreichen möglichen Wirkungen der Bertramwurzel. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Wurzel für eine Vielzahl von therapeutischen Anwendungen in Frage kommen kann. Weitere Studien, vor allem Humanstudien, sind aber noch nötig, um die bisherigen Ergebnisse abzusichern und Bertram die Anerkennung als Heilmittel zu verschaffen.

Quellen:

(1) Vikas Sharma et al.: Evaluation of the Anabolic, Aphrodisiac and reproductive Activity of Anacyclus Pyrethrum DC in Male Rats, 2008
http://www.scipharm.at/download.asp?id=346

(2) Dr. Louis Van Hecken: Sambia-Projekt
http://users.skynet.be/bertram.zambiafoundation

(3) D. Bendjeddou et al.: Immunstimulierende Aktivität der heißwasser-löslichen Polysaccharid-Extrakte von Anacyclus Pyrethrum, Thai-Ingwer und Koloquinte, 2003
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12963136

(4) Satyanand Tyagi et al.: Antidiabetic Effect of Anacyclus pyrethrum DC in Alloxan Induced Diabetic Rats, 2011
http://idosi.org/ejbs/3(4)11/4.pdf

(5) V. Kishor kumar et al.: In vitro study on ?-amylase inhibitory activity of an Ayurvedic medicinal plant, Anacyclus pyrethrum DC root, 2014
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4071720/

(6) Monika Pahuja et al.: Root extract of Anacyclus pyrethrum ameliorates seizures, seizure-induced oxidative stress and cognitive impairment in experimental animals, 2012
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0920121111002701

(7) Afreen Usmani et al.: Pharmacognostic and phytopharmacology study of Anacyclus pyrethrum: An insight, 2016
http://www.japsonline.com/admin/php/uploads/1818_pdf.pdf


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

Mehr Wissenswertes über Bertram:


Impressum / Datenschutz